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Bestand SAPMO-BArch DY 30/IV 2/2.036/92

[Fiches]

Die Akte enthält Dokumente des Büros von Paul Verner, von 1979 bis 1984 für die Westarbeit verantwortlicher Sekretär des ZK der SED

 

1.      Bl. 1, Paul Verner an Erich Honecker, 31.01.1979, 1 S.

Anschreiben zu 2

2.      Bl. 2-7 Herbert Häber, Information über meinen Aufenthalt in Westberlin vom 21. bis 27. Januar 1979, 29.01.1979

Wahlkampf verlaufe nur schleppend; „Weizsäcker ist nicht der richtige Typ für Westberlin“, KBW und AL erhielten Ausnahmegenehmigungen für Kandidatur, AL sei „ein Sammelsurium von trotzkistischen, maoistischen und anderen scheinlinken Kräften“; DW-Chefredaktion ignoriere positive Initiativen

[Dokument auch enthalten in SAPMO-BArch DY 30/J IV 2/202/510]

Wortlaut

3.      Bl. 8-14, Horst Schmitt an Erich Honecker, 23.03.1979

„einige erste Bemerkungen“ zu den Wahlen [18.03.1979]

[Dokument auch enthalten in SAPMO-BArch DY 30/2405]

Wortlaut

4.      Bl. 15-20, Horst Schmitt an Erich Honecker, 05.04.1979

Plan zur Auswertung des Wahlergebnisses

[Dokument auch enthalten in SAPMO-BArch DY 30/J IV 2/202/510]

Wortlaut

5.      Bl. 21, Herbert Häber an Paul Verner, 28.05.1979

Anschreiben zu Nr. 7

6.      Bl. 22, Paul Verner an Erich Honecker, 29.05.1979

Anschreiben zu Nr. 7

7.      Bl. 23-29, Westabteilung, Information über den Besuch einer Delegation des Parteivorstandes der SEW unter Leitung von Horst Schmitt, Vorsitzender der SEW, in der Deutschen Demokratischen Republik vom 21. bis 25. Mai 1979, 28.05.1979, 7 S., [D]

offizielle Mitteilung

[Dokument auch enthalten in SAPMO-BArch DY 30/J IV 2/202/510]

8.      Bl. 30-35, Programm für den Aufenthalt der Delegation des Parteivorstandes der SEW vom 21. – 25. Mai 1979, 16.05.1979

Besuchsprogramm incl. der an die Delegation zu stellenden Fragen

9.      Bl. 36, Horst Schmitt an Paul Verner, 15.07.1979

Dank für Unterstützung des DW-Pressefests; nach Bombenalarm noch bessere Stimmung

[Das Pressefest musste wegen eines Bombenalarms unterbrochen werden]

10.  Bl. 37-38, Horst Schmitt an Paul Verner, 09.08.1979

UdSSR-Botschafter Abrassimow hat Interview zum 8. Jahrestag der Unterzeichnung des Vierseitigen Abkommens angeboten; Schmitt sichert Verner enge Abstimmung bei Veröffentlichung zu

11.  Bl. 39, Herbert Häber an Paul Verner, 21.09.1979

Anschreiben zu Nr. 12

12.  Bl. 40-41, [Horst Schmitt], Aktennotiz, 20.09.1979

Überlegungen führender Sozialdemokraten und Gewerkschafter zur Zurückdrängung des Einflusses von DKP und SEW

Wortlaut

13.  Bl. 42-43, Otto Arndt [Verkehrsminister] an Paul Verner, 11.12.1979

informiert über geplante Entlassungen in den RAW Tempelhof und Grunewald und ihre rechtliche Absicherung

Wortlaut

14.  Bl. 44, o.A., Argumentationslinie für die Genossen, die mit der Führung der Gespräche mit den zu entlassenden Eisenbahnern beauftragt werden, o.D.

„Die wahre Ursache ... ist ausschließlich in der inflationären Wirtschaftsentwicklung des kapitalistischen Systems begründet.“

Wortlaut

15.  Bl. 45, Herbert Häber an Paul Verner, 15.01.1980

Anschreiben zu Nr. 16, wurde auch an Honecker übermittelt

16.  Bl. 46-50, Westabteilung, Information über ein Konsultationsgespräch zur Vorbereitung der 8. Delegiertenkonferenz der FDJW (16. bis 18. Mai 1980), 14.01.1980

Konferenz soll Jugendverband und Pionierorganisation umbenennen

17.  Bl. 51-54, Minister für Verkehrswesen an Paul Verner, 16.01.1980

Stimmungsbericht aus den RAW. Heftige Kritik an Maßnahmen. SEW-Vorstand sei mit beschlossenen Maßnahmen einverstanden, aber nicht mit Form ihrer Durchführung

Wortlaut

18.  Bl. 55, Minister für Verkehrswesen an Paul Verner, 16.01.1980

Anschreiben zu Nr. 19

19.  Bl. 56-58, o.A., Argumentation, o.D.

„Es kann nicht länger hingenommen werden, daß die DDR aus ihrem Nationaleinkommen Jahr für Jahr die hohen und ständig wachsenden Defizite des Eisenbahnverkehrs in Westberlin trägt.“

Wortlaut

20.  Bl. 59, Paul Verner an Erich Honecker, 16.01.1980, h.V. Honeckers: „Zurück an Gen. P. Verner“, „1. Hatten wir Vorschläge dem Senat unterbreitet“, „2. Wie vom Senat praktisch der Boykott der S-Bahn organisiert“, „3. Die Kosten soll die RB zahlen EH 16.1.80“

Anschreiben zu Nr .21. Schmitt wurde über geplante Maßnahmen Anfang Dezember 1979 informiert, kommt zu Rücksprache

21.  Bl. 60-63, Otto Arndt an Paul Verner, 15.01.1980

Information über Reaktion der Beschäftigten auf geplante Entlassungen. Betriebsgewerkschaftsleitungen und SEW-Parteigruppen lehnen sie ab.

Wortlaut

22.  Bl. 64-70, Horst Schmitt an Paul Verner, 28.01.1980, mit Erledigungsvermerk Verner 29.1.

Information über Situation in den Westberliner Betrieben der Deutschen Reichsbahn. Emotionen haben sich gelegt; dennoch weiterhin tiefes Mißtrauen gegenüber verantwortlichen Funktionären von FDGB, Polit-Abteilung und DR.

Wortlaut

23.  Bl. 71-72, BGL der Dienststelle Bahnhof Berlin-Steglitz an den Bundesvorstand des FDGB, 17.01.1980

Mißtrauensantrag gegen die Bezirksgewerkschaftsleitung Eisenbahn Rbd Bezirk Berlin

Wortlaut

24.  Bl. 73, Kommunistische Volkszeitung [Hg. vom KBW], Eilnachricht „Rücknahme der Entlassungen bei der Reichsbahn! Gemeinsame Betriebsversammlung für alle Reichsbahner!“

2seitiges Flugblatt des KBW (Kommunistischer Bund Westdeutschland)

25.  Bl. 74, „Meinungen:“, 16.01.1980, h.V. Schmitt „Das spezielle Problem ist meines Wissens reguliert. Horst 21.1.“

„Gen. Bredow: Was hier bei der DR mit den Kollegen der beiden RAW’s gemacht wurde, ist die größte Sauerei, die es jemals gegeben hat. Meine Schwester wurde als Reinigungskraft in der Poliklinik morgens am 15.01.80 gekündigt, am gleichen Abend hat sie entbunden.“

26.  Bl. 75, Günter Gruchot an die Konfliktkommission des Bauamtes der Rbd Berlin, 16.01.1980

Einspruch gegen die Kündigung

27.  Bl. 76, DR RAW Berlin-Tempelhof an Günter Gruchot, 15.01.1980

Kündigungsschreiben

28.  Bl. 77, Betriebsgruppe 47 an SEW-KV Kreuzberg, 17.01.1980

Stellungnahme zur Kündigung des Genossen Gruchot. G. ist seit dem 01.10.1954 bei der DR tätig, seit dem 09.02.1966 ist er SEW-Mitglied

29.  Bl. 78, Bahnhof Zoologischer Garten an die Bezirksgewerkschaftsleitung der Rbd Berlin, Arbeitsgruppe West, 18.01.1980

Protest gegen Entlassungen, indirekte Streikandrohung

30.  Bl. 79, o.A., Stimmungen und Meinungen zu den Rationalisierungsmaßnahmen im RAW Tf. u. RAW Gd. in der Bahnmeisterei Berlin-Tempelhof, 16.01.1980

nur ablehnende Meinungen zu den Maßnahmen

31.  Bl. 80, Herbert Häber an Paul Verner, 19.02.1980

Anschreiben zu Nr. 32

32.  Bl. 81-82, Herbert Häber an Erich Honecker, 19.02.1980,

Information über „Klarheit“

Dokument auch enthalten in SAPMO-BArch DY 30/J IV 2/202/511

Wortlaut

33.  Bl. 83-88, Horst Schmitt an Paul Verner, 31.03.1980, Erledigungsvermerke Verner und Honecker

Information über Verlauf der Parteiwahlen in SEW. Dabei wurde den „Klarheit“-Kräften („ca. 20“) eine Niederlage bereitet, aber in einigen Parteigruppen und auf KDK Charlottenburg wurde verlangt, DW solle Stellung gegen Entlassungen bei DR nehmen.

Dokument auch enthalten in DY 30/J IV 2/202/511

Wortlaut

34.  Bl. 89, Herbert Häber an Paul Verner, 29.04.1980

Anschreiben zu Nr. 35

35.  Bl. 90-95, Westabteilung, Information über die 15. Tagung des Parteivorstandes der SEW, 30.04.1980

Kurzprotokoll

[Vordatierung offenbar gewollt]

36.  Bl. 96-97, Horst Schmitt an Paul Verner, 09.05.1980

Schmitt fragt an, ob in der SED Bedenken gegen Treffen Schmitts mit Herbert Mies in Westberlin bestehen. „Danach würden wir uns selbstverständlich richten.“; Information über weitere internationale Aktivitäten der SEW

37.  Bl. 98-99, SED-Hm. Herbert Häber an Paul Verner, 30.05.1980

Anschreiben zu Nr. 38. Bei Treffen mit Horst Schmitt habe es Übereinstimmung gegeben, den parteifeindlichen Kräften eine Niederlage zu bereiten, eine große Aktion zur Stärkung der SEW in Gang zu bringen und grundsätzliche Schlußfolgerungen aus den Ereignissen zu ziehen. Nach Meinung von Viktor Rykin, Mitarbeiter des ZK der KPdSU, bestehe die Möglichkeit „zur generellen Bereinigung der Lage“.

38.  Bl. 100-107, Westabteilung, Information über parteifeindliche Aktivitäten gegen die SEW, 30.05.1980

Klarheit-Plattform sei grundsätzlicher Angriff auf den m-l Charakter der SEW. Querverbindungen zu den Geheimdiensten  seien „wahrscheinlich, aber bis jetzt nicht konkret beweisbar“

[auch enthalten in SAPMO-BArch DY 30/vorl. SED 26715 sowie DY 30/J IV 2/202/511]

Wortlaut

39.  Bl. 108, SED-Hm. Herbert Häber an Paul Verner, 04.06.1980

Anschreiben zu hier nicht erhaltener Anlage, einem Schreiben von Horst Schmitt. Er bittet darin um Zustimmung zu Kooptierung von Heiser und Kuhle in das Büro des PV.

40.  Bl. 109-110, [Herbert Häber] an Horst [Schmitt], 29.05.1980

Ratschläge zur Führung des Kampfes gegen die „Klarheit“-Gruppe

[Identifizierung des Autors erfolgte aufgrund der verwendeten Schreibmaschinentype]

41.  Bl. 111-113, Horst Schmitt an Paul Verner, 25.06.1980

Schmitt ruft dazu auf, „die gegenwärtig unerträgliche Situation“ bei der DR in Westberlin zu beenden und die neu geplanten Maßnahmen den Leitern, den Partei- und Gewerkschaftsfunktionären zu erläutern. Die Glaubwürdigkeit der SEW stehe auf dem Spiel.

42.  Bl. 114-116, o.A., Information über Eindrücke vom Pressefest der „Wahrheit“ am 28. und 29. Juni 1980 in Westberlin, 01.07.1980

Das Pressefest mit über 50 000 Teilnehmern „strahlte Optimismus, Zuversicht und Kampfbereitschaft der Parteimitglieder aus“; weitere Fortschritte im ideologischen Klärungsprozeß [gegen „Klarheit“].

43.  Bl. 117-119, Herbert Häber  an Paul Verner, 15.07.1980

Information über „neuere Aktivitäten parteifeindlicher Kräfte“, basierend auf Bericht von Horst Schmitt. Gukelberger soll auf Beratung im Mehringhof mit zeitweise 150 Anwesenden die Gründung einer „Sozialistischen Initiative“ als eurokommunistischer Teil der Linken vorgeschlagen haben

[enthalten auch in SAPMO-BArch DY 30/J IV 2/202/511]

Wortlaut

44.  Bl. 120-121, Herbert Häber an Paul Verner, 19.12.1980

Informationen über Vorbereitung des kommenden SEW-Parteitags u.a.

[auch enthalten in SAPMO-BArch DY 30/J IV 2/202/511]

45.  Bl. 122-125, Horst Schmitt an Erich Honecker, 16.12.1980

Bericht über Gespräch mit B.N. Ponomarjow, Kandidat des Politbüros und Sekretär des ZK der KPdSU, am 12.12.1980. Ponomarjow problematisiert „Entproletarisierung“ in Westberlin

46.  Bl. 126, Herbert Häber an Paul Verner, 22.12.1980

übermittelt Entwürfe für „Grundsätze und Ziele“ und „Die SEW und die Anforderungen der 80er Jahre“

47.  Bl. 127-131, Entwurf „Grundsätze und Ziele der Sozialistischen Einheitspartei Westberlins“, o.D.

48.  Bl. 132-178, Entwurf „Die SEW und die Anforderungen der 80er Jahre“, o.D.

49.  Bl. 179-181, Vermerk über ein Gespräch mit Genossen Horst Schmitt am 19. Januar 1981

Gespräch Verner-Schmitt. Verner legt Konzeption für Vorgehensweise der SEW anläßlich der bevorstehenden Wahl von Hans-Joachim Vogel zum Regierenden Bürgermeister und der im Herbst bevorstehenden Wahlen zum Abgeordnetenhaus dar. Wahlkampflosung „Für eine saubere Stadt“, für offene SEW-Liste und Kommunisten auf AL-Liste. Schmitt verweist auf Verbot von Listenverbindungen

Wortlaut

[auch enthalten in SAPMO-BArch DY 30/J IV 2/202/511]

Bl. 182, SED-Hm. Karl Wildberger an Paul Verner, 12.02.1981

Anschreiben zu Nr.

50.  Bl. 183-189, Information über ein Gespräch des Genossen Paul Verner, Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK der SED, mit dem Parteivorsitzenden der SEW, Genossen Horst Schmitt, am 11. 02. 1981, 12.02.1981

Am 10.05.1981 sollen vorgezogene Wahlen zum Abgeordnetenhaus stattfinden; neue Taktik der SEW gegenüber AL; Schmitt für mehr Kompetenzen für Sekretariat und weniger für Büro des PV; personelle Änderungen in Führung der SEW

Wortlaut

51.  Bl. 190, SED-Hm. Herbert Häber an Erich Honecker, 31.03.1981

Schmitt hatte Gespräch mit UdSSR-Botschafter Abrassimow. Laut Abrassimow wäre es günstig, „wenn in Westberlin die SPD weiter die Führung behalten würde. Man denke deshalb darüber nach, wie man Vogel helfen könnte.“

Wortlaut

52.  Bl. 191-196, Westabteilung, Information über den VI. Parteitag der SEW vom 15. – 17. Mai 1981, 18.05.1981

Kurzprotokoll

53.  Bl. 197-211, Herbert Häber, Information zur Lage in Westberlin und zur Arbeit der SEW, April 1982

Informationsbesuch Häbers vom 29.03. – 04.04.1982 in Westberlin.
SEW verzeichnet viele Erfolge

Wortlaut

54.  Bl. 212-213, SED-Hm. Herbert Häber an Erich Honecker, 05.05.1982

Martha Buschmann, Präsidiumsmitglied der DKP, schlägt vor, dass Ständige Vertretung in Bonn mit Pastor Konrad Lübbert über dessen Brief an Honecker spricht

Anlage nicht erhalten

55.  Bl. 214, Horst Schmitt an Paul Verner, 10.08.1982

bittet um Einverständnis zu Wahl Grünbergs zum Mitglied des Büros des PV